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Die meisten kennen den Jo-Jo-Effekt vom Abnehmen – oder besser, dem Versuch abzunehmen. Die ersten Erfolge stellen sich schnell ein, doch bereits nach kurzer Zeit zeigt die Waage mehr Pfunde als vorher. So ergeht es vielen Digitalisierungsprojekten. Die Ursachen sind recht ähnlich. Eine einfache Strategie zeigt kurz Erfolg, aber die erforderlichen Verhaltensänderungen werden nicht umgesetzt. Meistens kommen für neue Probleme neue digitale Lösungen mit einem kaskadierenden Effekt. Sollte man dann besser einfach erst gar nicht anfangen?
Die faszinierenden Geschichten von Disney & Co. auf der großen Leinwand haben wir schon mit Kinderaugen bestaunt. Erinnert ihr euch noch an das erste Date im Kino – in der Ahnungslosigkeit der Pubertät und der geheimnisvollen Dunkelheit des Kinosaals? Einmal beim Film zu arbeiten – wow – das war ein Lebensziel. Später formten Sendungen im Fernsehen unsere Idole. Mehr als eine ganze Generation wollte nach der Schule „irgendwas mit Medien“ machen. Jetzt haben ausgerechnet wir einen Fachkräftemangel und Nachwuchsprobleme. Was ist da schiefgelaufen?
Kaum eine Branche lebt mehr von persönlichen Kontakten. Solange Jobs mehrheitlich projektbezogen vergeben werden, ist gut beraten, wer gut vernetzt alle Informationen zu neuen Projekten und Auftraggebern erfährt. Endlich sind persönliche Treffen wieder möglich und eine Vielzahl an hochkarätigen Veranstaltungen bieten entsprechende Plattformen. Heißt vernetzen aber automatisch auch mehr Einkommen, also „networking = more nett for working“.
Entertainment-Shows und vielfältige Dokumentations-Formate verleihen den Free-TV-Sendern aktuell ihr Profil. „Ich bin ein Star, holt mich hier raus“ und „Joko & Klaas gegen ProSieben“ prägen Sendermarken nachhaltig. Den US-Blockbuster findet man hingegen eher beim US-Studio-eigenen VOD-Angebot oder globalem Streamingdienst. Fiktionale Inhalte aus der Mediathek füttern den Serien-Marathon, aber die große Samstagabend-Show läuft im Fernsehen – Live. Lineares Fernsehen holt sich hier seine Zuschauer. Doch auch die Streamer drücken in diesen Markt. Die Forum Media Conference am 02.06.2022 blickt in die nähere Zukunft des Entertainment-Marktes.
Geld will Film! Echt jetzt? Die Börse ist volatil, der Immobilienmarkt überreizt und Sachwerte befinden sich auf Höchstniveau. Neue Anlagemöglichkeiten werden jetzt vom Kapitalmarkt gesucht. Dabei geht es selten auch um Investments in einem einzelnen Film, aber gesucht werden immer häufiger Unternehmen aus der Kreativwirtschaft: etablierte Filmproduktionen, stabil wachsende Dienstleistungsunternehmen und intelligente Tech-Tool-Entwickler. Entscheidend ist auch hier umfassende Nachhaltigkeit - Stichwort ESG.
Sprit, Nebenkosten, Lebensmittel: Alles wird teurer! Hohe Lohnsteigerungen in einigen exponierten Bereichen befeuern die Preisspirale. Obwohl die Nachfrage nach Content weiter steigt, sind höhere Budgets in Deutschland kaum vorstellbar – aus vielerlei Gründen. Produktionen versuchen den Druck an Dienstleister weiterzugeben. Die kämpfen ihrerseits mit den gleichen Mächten. Digitalisierung und Optimierung versprechen ein wenig Linderung. Wenigstens die Planungssicherheit kann mit bewährten Partnerschaften erhöht werden.