Filmförderungen reagieren auf den globalen Wettbewerb und die lokalen Anforderungen ihrer Branchenteilnehmer*innen. Auch und vielleicht gerade wegen der Pandemie wurden einige Programme angepasst. Förderung ist natürlich nur ein Kriterium für die Auswahl eines Produktionsstandorts. Locations, die Verfügbarkeiten von Studios und Fachkräften, aber auch die Vorgaben für Hygienekonzepte und letztlich die Planbarkeit der jeweiligen Corona-Maßnahmen setzen die Standards. Die Versicherung von Produktionsunterbrechung oder -abbruch aufgrund Corona-bedingter Ausfälle öffnet auch den Weg für Reiseproduktionen.

Bei der FMC: TV & Digital wird auch eine Ausfallversicherung für Filmproduktionen vorgestellt, die für Corona bzw. Covid-19 greift. Damit können Produktionsoptionen wieder freier bewertet werden und auch Reisen in förderintensive Länder sind wieder eine echte Option. Während Deutschland versucht, den Status Quo zu erhalten, legen andere bereits nach und bieten flexible und offensive Konditionen.

Internationale Produktionen streben vermehrt nach Großbritannien und Ungarn. Dort sind die Produktionsbedingungen für Großproduktionen mit teuren Stars optimal. Großproduktionen finden hierzulande vor allem in Studio Babelsberg, bei Krautpack Entertainment (Bayern) oder Production Concept (NRW) kompetente Ansprechpartner. Hochbudgetierte Produktionen aus Deutschland werden durch die deutschen Fördermöglichkeiten gut unterstützt. Die flexibleren Modelle in Osteuropa sorgen allerdings nicht selten für die Abwanderung nach Tschechien, Kroatien, Polen, Serbien oder eine Aufteilung der Produktion in mehrere Länder. Italien bietet ebenfalls sehr attraktive Rahmenbedingungen, ähnelt in der Komplexität aber dem deutschen System.

Förderprogramme, wie jetzt auch die Ü3, und Prozessoptimierer promoten die Digitalisierung. Was heißt das eigentlich und was bedeutet das für Film und Fernsehen? Filmmaterial wurde durch Datenformate ersetzt.  Bei genauerem Betrachten stellt man schnell fest, dass sich noch viel mehr geändert hat. Durch die veränderten Arbeitsabläufe und Anforderungen haben sich ganze Berufsbilder gewandelt. Digitale Tools halten auch Einzug in die Produktion, also die kaufmännische Organisation von Dreharbeiten. Jetzt ziehen sogar Dienstleister nach und bieten mit immer neuen Tools Schnittstellen für ein einfacheres und kooperativeres Arbeiten. Ein wichtiger Meilenstein für den Standard  Industrie 4.0.

„Den deutschen Genrefilm zeichnet aus, dass es ihn in der internationalen wie auch nationalen Wahrnehmung praktisch nicht gibt.“ Mit diesem Zitat umschrieb die Initiative Neuer Deutscher Genrefilm 2012 die schmähliche Situation deutscher Genreproduktionen. Zum Genrefilm zählen alle Filme, deren Machart und Inhalt besonders einprägsam und um ein bestimmtes Thema herumgestrickt sind, wie z.B. Science Fiction-, Fantasy-, Horror- und Actionfilme. Im Grunde also genau die Filmgenres, die bei deutschen Fernseh- und Kinoproduktionen wenig vertreten sind. Dies ist interessant, denn das deutsche Publikum hat definitiv Lust auf Genre.

Die 1982 gegründete „Forum Media Akademie für Weiterbildung, Produktion, Marketing und Event GmbH“ war viele Jahre Teil verschiedener Mediengruppen und ergänzte deren fachjournalistische Inhalte mit Netzwerkveranstaltungen, Weiterbildungsangeboten und Konferenzen. Seit Februar 2021 firmiert das Unternehmen unter dem Namen „Ensider.net GmbH“ und verschmilzt somit mit dem von International Film Partners (IFP) etablierten Newsletter-Format „Ensider“.  Damit bündeln sich erstmals alle digitalen IFP-Angebote für Filmschaffende, Kreative, Produktionsunternehmen und Dienstleister unter einer Adresse.

 

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