In den Open-Air-Kinos in Berlin wird die große Leinwand bei der Sommer-Berlinale zelebriert. Ein absolutes Kulturhighlight. Überall im Land öffnen die Kinos mit fantastischem Angebot. „Weißbier im Blut“ startet nach seiner Premierenfeier in Nürnberg auch in München und weckt Erwartungen an das Filmfest im Sommer. Kinoproduktionen vertrauen auf die bewährten Konzepte und erfüllen konsequent mit neuen Kameras, vielen Talenten, beeindruckender Gestaltung und Besetzung die Erwartungen der Kinozuschauer von morgen. Kino-Sets mit üblicher Teamstärke, Komparserie und Fuhrpark sind zurückgekehrt.

Das Erlebnis, vor einer großen Leinwand fremde Welten zu bestaunen, ist unbeschreiblich. Wie kleine Kinder sitzen die Zuschauer*innen in den Festivalfilmen in Berlin. In jeder Veranstaltungsstätte wird pro Tag nur ein Film gespielt. Das Programm präsentiert sich wie die Chefkoch-Empfehlung im Gourmet-Restaurant. Klassisches Fernsehen hat im Programm auf die Dominanz der Streamer bei Hollywood-Filmen reagiert und setzt auf Entertainment und Eigenproduktionen. Das Konzept scheint aufzugehen. Auch die Streamer fokussieren immer stärker auf eine bestimmte Zielgruppe. Das Programm wird laut präsentiert, mit Trailern oder ganzen Filmen, die einfach loslaufen oder mit einer schier übermächtigen Auswahl an Filmen. Die Berlinale zeigt sich im Gewand des Programmkinos, exquisit, exzellent und besonders.

Die Öffnung der Kinos ist in einigen Regionen Deutschlands bereits erfolgt, im Juli ziehen die meisten anderen Standorte nach. Das Publikum wartet vielerorts auf die lang verschobenen Blockbuster und Kulturbonbons. Zu Recht, denn die Slate der Verleiher ist lang. Doch auch die bereits bestätigten Beteiligungszusagen binden Finanzmittel. Für Produzent*innen wird der Silberstreifen heller – aber nicht überall.

Eingefleischte Festivalfans wissen sofort, dass es sich wohl nicht um einen Städtetrip handelt. Normalerweise tummeln sich Stars, Vertreter*innen aus dem Regiehandwerk, Produzent*innen und Rechtehändler*innen an der frühlingshaften Côte d‘Azur. Das Festival de Cannes zählt zu den Highlights der europäischen Branchenevents und ergänzt den Jahresauftakt der Berlinale. Für die vielen Münchner Unternehmen ist das Filmfest in München dann das Highlight im Sommer. Dieses Jahr wurden viele Termine justiert.

Der DFB hat einen neuen Trainer oder Neudeutsch einen „Coach“. Deswegen hat der FC Bayern auch einen neuen und der RB Leipzig auch. Der Trainer schießt keine Tore und dennoch ist die Perspektive von der Seitenlinie offenbar wertvoll. „Die Performance der Mannschaft liegt (…) über der Summe der Qualität der Einzelspieler“, sagt Robert Lewandowski über seinen neuen Trainer. Sucht man bei Xing nach einem Coach, finden sich 170.000 Personen. Braucht eigentlich jeder einen Coach und warum hat nicht jeder einen?

 

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