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Wer Filme macht, stellt sein aktuelles Projekt in den Mittelpunkt. Das unmittelbare Ziel, gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen den Herausforderungen zu trotzen und letztlich die Dreharbeit erfolgreich abzuschließen, steht im Fokus. Typische Projektarbeit eben. Wer Festivals vorbereitet oder auf Veröffentlichungstermine und Premieren hin arbeitet, kennt das Gefühl ebenfalls. Projektarbeit ist intensiv, schlauchend, erfüllend und nimmt für den Moment alles ein. Kaum bleibt Platz und Zeit für persönliche Reflektion. Die Würdigung der aktuellen Fähigkeiten und Erfahrungen, vielleicht sogar ein akademischer Abschluss oder einfach nur die persönliche Weiterentwicklung finden keinen Raum. Dabei bieten aktuelle Angebote eine optimale Verbindung der beruflichen Tätigkeit mit einem anerkannten Titel. Das Zauberwort heißt Master – nebenberuflich, teilweise mit geringen Zugangshürden, immer flexibel und Filmemacher respektierend. Wir stellen drei Varianten vor.
Die guten Vorsätze zum Jahresanfang sind längst im Alltag eingepreist. Ein letztes moralisches Aufbäumen während der Fastenzeit ist auch abgehakt. Spätestens nach Ostern müssen die Schienen für das laufende Jahr gelegt sein. Projektabhängig Beschäftigte haben bereits eine gute Idee über die, in diesem Jahr anstehenden Filme. Produktionsunternehmen jonglieren bereits mit Crews und überprüfen Standorte sowie Förderungen. Dienstleister planen ihre Ressourcen und justieren die neue Kostenrealität. Nur bei Sendern und Streamern scheinen sich Pläne noch kurzfristig zu ändern. Bereits sicher geglaubte Projekte werden abgesagt, andere beauftragt – grün und gendergerecht. Kurzfristige Änderungen sind unter der allgemeinen Organisationslast kaum zu bewältigen. Erfolgreiche Unternehmen definieren sich durch technologische Lösungen, langfristige Partnerschaften und flexible Strukturen.
Entertainment-Tec wird durch die neuen KI-Angebote heiß diskutiert. Im digitalen Raum scheinen die Gesetze aus der analogen Welt nicht mehr zu gelten. „Wem gehört eigentlich was?“ ist deutlich schwieriger zu beantworten. Vielleicht verzögern sich deshalb Abwehrverhalten und Vorsicht. Schließlich möchte man ja auf keinen Fall der Verhinderer, der ewig Gestrige sein. Bei einigen Themen gibt es noch gar keinen gesellschaftlichen Konsens, auf dessen Basis eine Gesetzgebung angepasst werden könnte. Datenverwaltung durch Dienstleister und Erzeugung von Inhalten durch Kreative sind die beiden Hauptthemen, die derzeit auf Panels und Workshops heiß diskutiert werden. Wir geben einen kurzen Überblick.
In der Zeit zwischen Aschermittwoch und Karfreitag herrscht für die Christen Fastenzeit. Für die Bayern gilt auch noch die Starkbierzeit, aber das soll gar nicht Thema sein. Fasten heißt, auf Gewohntes zu verzichten. Ähnlich wie mit den Neujahrs-Vorsätzen stehen oftmals Alkohol, fettes oder süßes Essen auf der Verzichts-Liste. In den letzten Jahren nahmen Krisennachrichten und allgegenwärtige Newsticker so viel Raum ein, dass ich mir gute Laune verordnet hatte. Dieses Jahr wollte ich schlechte Nachrichten und Katastrophenmeldungen weglächeln, ignorieren oder wenigstens nicht sofort in Weltuntergangsstimmung verfallen. Ein Statusbericht aus Woche vier vom Stressfasten.
ChatGPT fasziniert mit den künstlich-intelligenten Ergebnissen auch immer mehr Filmschaffende. Kurze Antworten, ausführliche Texte oder sogar Bilder spucken die verschiedenen Anbieter auf ihren teils kostenpflichtigen Plattformen aus. Die Qualität der Ergebnisse und natürlich auch die Überprüfung des Wahrheitsgehalts entscheidet die Kompetenz des Anwenders. Wie jedes andere Hilfsmittel muss der Umgang geübt werden. US-amerikanische Hochschulen verlangen deshalb bereits von Studierenden die Nutzung dieser Systeme. China führt weltweit bei verschiedenen KI-Anwendungen, wie Bildanalyse. „Entscheidend ist die Qualität der Eingabe und die Iterations-Kompetenz“, behaupten Fachleute. Was soll das heißen?
Fast ist wieder alles, wie es einmal war: Filme, Stars, Filmschaffende und Events sind zurück, fast so wie früher. Zugegeben, viele Events sind etwas kleiner und weniger Stars stehen im Rampenlicht. Auch der Markt wird nüchterner erlebt. Nichtsdestotrotz werden vielversprechende Projekte angekündigt. Das betrifft Filme, aber auch neue Studios und Plattformen. Die großen Krisen scheinen dieses Jahr niemanden zu schrecken. ARD und ZDF zogen Entscheidungen zur Programmreform bereits vor. Sogar der drohende Streik amerikanischer Kreativen wird von den dortigen Verhandlungsführern keinesfalls als gesetzt angesehen. Das Produktionsvolumen scheint sich auf dem Vor-Corona-Jahr 2019 einzupendeln, wenn auch schwerpunktmäßig eher im zweiten Halbjahr. Die Kräfte von Fernsehen, Kino und Streamern balancieren sich ebenfalls zunehmend aus.