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Nicht endende Aufgabenlisten? Das Gefühl am Abend, zu wenig erreicht zu haben? Eine straffe, selbstdisziplinierte Organisation, auch im Privaten? Kommt dir das bekannt vor? Mit Abschätzigkeit nimmst du die „Arbeitsmoral“ jüngerer Generationen und das Thema „Work-Life-Balance“ zur Kenntnis? Den Sinn deines Lebens und Wertschätzung desselben definierst du über deine Arbeit? Overwork und Overtime stilisierst du zum Life-Style? Dann gehörst du zur Zielgruppe „Burn On“ - bekannt aus dem gleichnamigen Buch von Bert de Wildt und Timo Schiele - und du weist möglicherweise die Berufskrankheitssymptome von chronischem Burn-out auf, wenn dieser nicht in einem finalen Ereignis akut eruptiert. Nach der philosophischen Betrachtung durch Richard David Precht zum Thema Arbeit ergänzt diese medizinische Perspektive das Bild unserer Leistungsgesellschaft, deren Auswirkungen und die logische Konsequenzen, die die Generationen Y und Z zwangsläufig daraus ziehen müssen. Die gute Nachricht ist: Mit einfachen Lösungen können wir unsere Stressoren reduzieren und unser Wohlbefinden steigern.
Der weltweite Wettbewerb zwischen Streaming-Einöde und Kino-Gruppenerlebnis, zwischen Serien und Einzelstücken war bei der Tradeshow in USA und auch bei der deutschen Kinomesse ständig präsent. So wie Nutzungsformen im Zuge der Digitalisierung disruptive Entwicklungen genommen haben, befürchten Kreative auch ähnliche Tendenzen für ihr eigenes Schaffen. Der Streik der Autorinnen und Autoren der WGA wird insbesondere mit einer mangelnden Erfolgsbeteiligung und die Gefahren durch KI begründet. Seit letzten Mittwoch sind nun auch Regisseurinnen und Regisseure in die Verhandlungen getreten, mit ähnlichen Forderungen. Ein Streik ist auch dort Thema. Bisher sind die Auswirkungen nur von den unmittelbar betroffenen Shows spürbar. Die Vergangenheit lehrt jedoch, dass natürlich auch bei Serien und fiktionale Produktionen ganz allgemein mit entsprechender Zeitverzögerung der Produktionsstopp absehbar ist. Ein Risiko für alle Unternehmen, deren Fokus auf großen internationalen Projekten liegt. Bei den diesjährigen Filmfestspielen in Cannes sind zahlreiche Formate diesen Themen gewidmet und werden von der internationalen Presse aufmerksam verfolgt.
Wer Filme macht, stellt sein aktuelles Projekt in den Mittelpunkt. Das unmittelbare Ziel, gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen den Herausforderungen zu trotzen und letztlich die Dreharbeit erfolgreich abzuschließen, steht im Fokus. Typische Projektarbeit eben. Wer Festivals vorbereitet oder auf Veröffentlichungstermine und Premieren hin arbeitet, kennt das Gefühl ebenfalls. Projektarbeit ist intensiv, schlauchend, erfüllend und nimmt für den Moment alles ein. Kaum bleibt Platz und Zeit für persönliche Reflektion. Die Würdigung der aktuellen Fähigkeiten und Erfahrungen, vielleicht sogar ein akademischer Abschluss oder einfach nur die persönliche Weiterentwicklung finden keinen Raum. Dabei bieten aktuelle Angebote eine optimale Verbindung der beruflichen Tätigkeit mit einem anerkannten Titel. Das Zauberwort heißt Master – nebenberuflich, teilweise mit geringen Zugangshürden, immer flexibel und Filmemacher respektierend. Wir stellen drei Varianten vor.
Die guten Vorsätze zum Jahresanfang sind längst im Alltag eingepreist. Ein letztes moralisches Aufbäumen während der Fastenzeit ist auch abgehakt. Spätestens nach Ostern müssen die Schienen für das laufende Jahr gelegt sein. Projektabhängig Beschäftigte haben bereits eine gute Idee über die, in diesem Jahr anstehenden Filme. Produktionsunternehmen jonglieren bereits mit Crews und überprüfen Standorte sowie Förderungen. Dienstleister planen ihre Ressourcen und justieren die neue Kostenrealität. Nur bei Sendern und Streamern scheinen sich Pläne noch kurzfristig zu ändern. Bereits sicher geglaubte Projekte werden abgesagt, andere beauftragt – grün und gendergerecht. Kurzfristige Änderungen sind unter der allgemeinen Organisationslast kaum zu bewältigen. Erfolgreiche Unternehmen definieren sich durch technologische Lösungen, langfristige Partnerschaften und flexible Strukturen.
Entertainment-Tec wird durch die neuen KI-Angebote heiß diskutiert. Im digitalen Raum scheinen die Gesetze aus der analogen Welt nicht mehr zu gelten. „Wem gehört eigentlich was?“ ist deutlich schwieriger zu beantworten. Vielleicht verzögern sich deshalb Abwehrverhalten und Vorsicht. Schließlich möchte man ja auf keinen Fall der Verhinderer, der ewig Gestrige sein. Bei einigen Themen gibt es noch gar keinen gesellschaftlichen Konsens, auf dessen Basis eine Gesetzgebung angepasst werden könnte. Datenverwaltung durch Dienstleister und Erzeugung von Inhalten durch Kreative sind die beiden Hauptthemen, die derzeit auf Panels und Workshops heiß diskutiert werden. Wir geben einen kurzen Überblick.
In der Zeit zwischen Aschermittwoch und Karfreitag herrscht für die Christen Fastenzeit. Für die Bayern gilt auch noch die Starkbierzeit, aber das soll gar nicht Thema sein. Fasten heißt, auf Gewohntes zu verzichten. Ähnlich wie mit den Neujahrs-Vorsätzen stehen oftmals Alkohol, fettes oder süßes Essen auf der Verzichts-Liste. In den letzten Jahren nahmen Krisennachrichten und allgegenwärtige Newsticker so viel Raum ein, dass ich mir gute Laune verordnet hatte. Dieses Jahr wollte ich schlechte Nachrichten und Katastrophenmeldungen weglächeln, ignorieren oder wenigstens nicht sofort in Weltuntergangsstimmung verfallen. Ein Statusbericht aus Woche vier vom Stressfasten.