ENSIDER:NEWS
Menschen sind obligat soziale Wesen. Soziale Medien bedienen viele dieser Bedürfnisse. Emotionales Lernen beeinflusst Kaufentscheidungen...
Die Anzahl und das Volumen weltweiter Unternehmenstransaktionen sind auf einem neuen Tiefststand. Die Börsen zeigen anhaltende Seitwärtsbewegungen. Große Beratungs- und Investitionshäuser berichten von immer kleiner werdenden Ticketgrößen (Volumen der jeweiligen Transaktion) und von der Akzeptanz höherer und steigender Risiken. Tradierte Bewertungsmodelle werden immer häufiger in Frage gestellt. Dramatisch für das Großkapital – und eine Chance für den Mittelstand, auch in der deutschen Kreativwirtschaft. Nachhaltigkeit und Impact-Investments stehen bei den Suchkriterien weit oben auf der Liste. Beides lässt sich in der Kreativwirtschaft oftmals gut abbilden.
Die Entwicklungen des deutschen Produktionsmarkts im ersten Halbjahr enttäuschten und sorgten für Ernüchterung des bisher geglaubten Mantra des ewigen Wachstums. Die Ursachen in Deutschland für diese Entwicklung sind vielfältig und lassen sich auf die Korrelation verschiedener Marktereignisse zurückführen. Zwar wurde der Autorenstreik in den USA hierzulande bisher kaum wahrgenommen, allerdings könnte sich die Lage auch für Deutschland zuspitzen, sollten sich weitere Gewerke anschließen. So wird in dieser Woche die Entscheidung der Schauspieler*innen-Vertretung erwartet - die die Probleme der deutschen Produktionslandschaft kurzfristig verschärfen könnte.
Das Filmfest München wird dieses Jahr wieder von Filmschaffenden dankbar als Plattform für den Austausch und fürs Netzwerken genutzt. Gerade das Projektgeschäft lebt vom Miteinander und der Gemeinschaft. Die ersten Tage konnten beweisen, dass das Filmfest einen zentralen Anker für die Kreativwirtschaft der süddeutschen Medienmetropolregion bildet. Wichtigste Themen bisher: Zukunft des Kinos, Zukunftsfähigkeit des Produktionsstandorts (Stichwort FFG), Auftragspolitik der Sender, Kostendruck in der gesamten Wertschöpfung und, natürlich, der Einfluss von KI.
Nicht endende Aufgabenlisten? Das Gefühl am Abend, zu wenig erreicht zu haben? Eine straffe, selbstdisziplinierte Organisation, auch im Privaten? Kommt dir das bekannt vor? Mit Abschätzigkeit nimmst du die „Arbeitsmoral“ jüngerer Generationen und das Thema „Work-Life-Balance“ zur Kenntnis? Den Sinn deines Lebens und Wertschätzung desselben definierst du über deine Arbeit? Overwork und Overtime stilisierst du zum Life-Style? Dann gehörst du zur Zielgruppe „Burn On“ - bekannt aus dem gleichnamigen Buch von Bert de Wildt und Timo Schiele - und du weist möglicherweise die Berufskrankheitssymptome von chronischem Burn-out auf, wenn dieser nicht in einem finalen Ereignis akut eruptiert. Nach der philosophischen Betrachtung durch Richard David Precht zum Thema Arbeit ergänzt diese medizinische Perspektive das Bild unserer Leistungsgesellschaft, deren Auswirkungen und die logische Konsequenzen, die die Generationen Y und Z zwangsläufig daraus ziehen müssen. Die gute Nachricht ist: Mit einfachen Lösungen können wir unsere Stressoren reduzieren und unser Wohlbefinden steigern.
Der weltweite Wettbewerb zwischen Streaming-Einöde und Kino-Gruppenerlebnis, zwischen Serien und Einzelstücken war bei der Tradeshow in USA und auch bei der deutschen Kinomesse ständig präsent. So wie Nutzungsformen im Zuge der Digitalisierung disruptive Entwicklungen genommen haben, befürchten Kreative auch ähnliche Tendenzen für ihr eigenes Schaffen. Der Streik der Autorinnen und Autoren der WGA wird insbesondere mit einer mangelnden Erfolgsbeteiligung und die Gefahren durch KI begründet. Seit letzten Mittwoch sind nun auch Regisseurinnen und Regisseure in die Verhandlungen getreten, mit ähnlichen Forderungen. Ein Streik ist auch dort Thema. Bisher sind die Auswirkungen nur von den unmittelbar betroffenen Shows spürbar. Die Vergangenheit lehrt jedoch, dass natürlich auch bei Serien und fiktionale Produktionen ganz allgemein mit entsprechender Zeitverzögerung der Produktionsstopp absehbar ist. Ein Risiko für alle Unternehmen, deren Fokus auf großen internationalen Projekten liegt. Bei den diesjährigen Filmfestspielen in Cannes sind zahlreiche Formate diesen Themen gewidmet und werden von der internationalen Presse aufmerksam verfolgt.