Um die Übertragungsrate des Coronavirus SARS-CoV-2 zu minimieren, werden zur  Zeit viele Menschen ins Homeoffice versetzt. Im Großteil der Fälle ist dies zum Glück ohne große Komplikationen möglich. Nichts desto trotz müssen sich für die Umstellung aufs Homeoffice rechtlich und auch arbeitstechnisch einige Gedanken gemacht werden.

Die Auswirkungen der aktuellen Situation treffen uns alle. Obwohl die persönliche Wahrnehmung von der Berichterstattung abweichen mag, können auch wir uns den wirtschaftlichen Folgen nicht entziehen. Das trifft Filmschaffende und Produktionsunternehmen in erster Linie, dicht gefolgt von Dienstleistern, Verwertern, aber auch Festangestellten in Großunternehmen. Die Folgen für unsere Industrie drohen signifikant zu werden.

Darüber spricht Berlin. Die Veranstaltungen rund um die diesjährige Berlinale rückten nachhaltige Produktionsmittel und das Thema Fachkräfte in den Mittelpunkt. Deutsche TV-Produktionen werden zunehmend im Ausland realisiert – und agile Dienstleister heißen ihre Kunden auch dort willkommen.

In der IFP Lounge im Sony Center präsentierte adag Payroll Services einen nachhaltigen Workflow: Für die Abrechnung von Komparsen ersetzt der digitale Arbeitsvertrag weitgehend papierbasierte Abläufe. BigHugFX steht für agile und kooperative VFX Dienstleistungen auf höchstem, internationalem Niveau mit Referenzprojekten für Netflix, MGM und deutsche Produktionsfirmen. Die flexiblen Förder- und Produktionsmöglichkeiten Italiens präsentierte cattleya, die durch die Zugehörigkeit zu ITV zu einem der größten Produktions-Netzwerke der Welt gehören. Die Produktionsplanung für die Fortführung und Ausweitung der Marke SimsalaGrimm demonstrierte der Veredelungsspezialist Fabula Media Group. Filme, die die Welt verändern, stehen im Mittelpunkt von Malao Film.

Förderungen, die neben Film- auch Fernsehproduktionen unterstützen, standen dieses Jahr im Mittelpunkt des IFP Production Breakfast. Christina Giubbetti (cattleya) erklärte das italienische Erfolgsmodell. Fragen zur inzwischen etablierten polnischen Förderung wurden von Anna Ewa Dziedzic (Polish Film Institute) ausführlich beantwortet. Der neue Geschäftsführer von Ludwig Kameraverleih, Ernst Feiler (ehemals UFA), erläuterte die Ausrichtung des Unternehmens, insbesondere in Bezug auf die neue Tochtergesellschaft in Polen. B2B-Trip, CINE-MOBIL, D-Facto Motion und Medias Reiseservice unterstützten die Netzwerkveranstaltung für Entscheidungsträger auch in diesem Jahr.

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Für jeden von uns ist Zeit ein wertvolles Gut. „Quality Time“ nennen die Amerikaner die Zeit mit der Familie. Im Betrieb sind Zeitfresser der größte Feind der Produktivität. Die Entscheidung, was Zeit vernichtet oder das Leben bereichert, ist höchst individuell.

Ganze 76 Tage würde es dauern, die AGBs der in einem Jahr besuchten Internetseiten zu lesen, haben Aleecia M. McDonald und Lorrie Faith Cranor der Carnegie Mellon University ermittelt. In der Regel klicken wir die verschiedenen Hinweise zu Allgemeinen Geschäftsbedingungen und Datenschutz einfach weg. Die Sinnhaftigkeit der Hinweise an sich darf damit einmal mehr angezweifelt werden.

Der stetig steigende Verwaltungsaufwand schlägt ebenfalls beim Zeitverbrauch zu Buche. Es gibt wenige und noch weniger aktuelle wissenschaftliche Studien in diesem Bereich. In der Baubranche wurden die Kosten, die nur für die Bearbeitung von Ausschreibungen im Jahr 2005 aufgewendet wurden bereits mit knapp € 500 Millionen beziffert. Im Jahr 2008 wurden danach auch öffentliche Ausschreibungen untersucht. Dort wurden sogar € 19 Milliarden an prozessualen Kosten veranschlagt, mit Rund € 4,4 Milliarden alleine für die Angebotserstellung. Durch die Ausweitung der Ausschreibungspflichten bei geförderten Film- und Fernsehproduktionen kann man erahnen, was der Branche diesbezüglich bevorsteht.

Zeitmanagement alleine ist längst nicht mehr zielführend. To-Do-Listen können nicht vollständig abgearbeitet werden und steigern damit Stressempfinden und Frust im Alltag. Nicht nur die wachsende Zahl an Aufgaben ist ursächlich, sondern auch ständige Unterbrechungen im Arbeitsfluss. Schuld sind da unter anderem Benachrichtigungsfunktionen von Email- und Messengerprogrammen. Wer sich zusätzlich in sozialen Netzwerken bewegt und sich auch dort über jede Änderung informieren lässt, kommt schwerlich in einen konzentrierten Arbeitsfluss.

Microsoft Office bietet jetzt die Möglichkeit den Kalender und das Verhalten innerhalb Outlooks zu analysieren. So wird beispielsweise verglichen, wieviel unverplante Zeit am Wochenanfang zur Verfügung stand und wie diese gefüllt wurde. Daneben wird auch dargestellt, welche Zeiten wirklich zur konzentrierten Arbeit zur Verfügung standen – laut der registrierten Outlook-Aktivitäten. Was Microsoft mit diesen Daten sonst noch anstellt, ist nicht bekannt.

Wer Aktivitäten und Kontaktpflege konsequent priorisiert, wird zwangsläufig manche Menschen weniger häufig treffen. Diese  möglicherweise schmerzhafte Grundlage für erfolgreiches und effektives Zeitmanagement ist jedoch eine wesentliche Prävention vor Burn-Out und gehört zu einem erfüllenden Arbeitsalltag. Fokusmanagement geht als Konzept über reine Zeitplanung hinaus und ermöglicht eine umfängliche und ganzheitliche Lebenszeitverwaltung.

Familie, Freunde, Hobbies, Arbeit und Mediennutzung unter einen Hut zu bringen, wird eine große Herausforderung bleiben. Zeitfresser und Stressoren auf der einen Seite, bzw. Faktoren, die zur Erfüllung und Zufriedenheit beitragen, andererseits zu erkennen ist wohl der erste Schritt. Erst dann können Prioritäten gesetzt werden. Eine Überprüfung und entsprechende Anpassung ergänzen das Gesamtkonzept.

Die meisten mittelständischen Produktionsfirmen und Dienstleister wurden vor zwanzig, dreißig Jahren von Unternehmerinnen und Unternehmern gegründet. Nur selten werden die Unternehmen innerhalb der Familie an die nächste Generation übergeben. In der Regel ist der Verkauf des Unternehmens als Altersversorgung fest eingeplant. Das will allerdings gut vorbereitet sein.

Investoren, die Unternehmen kaufen, haben so etwas meistens schon vielfach getan. Der Unternehmer, der sein Lebenswerk verkaufen möchte, hat selten Erfahrung mit aktuellen Bewertungsmethoden. Wer diesen Prozess ohne fachkundige Beratung beschreitet, zahlt in der Regel einen hohen Preis.

Teilweise suchen verkaufswillige Unternehmer(innen) lediglich juristische Beratung und lassen die aktuellen Geschäftszahlen durch ihren Steuerberater aufbereiten. Ein Rechtsbeistand ist in der Regel erst zu einem sehr viel späterem Zeitpunkt hilfreich und dann auch unerlässlich. Die Aufgabe des Steuerberaters ist in der Regel nicht, mögliche Risikoabschläge zu identifizieren, Gegenargumente zu erkennen oder verdeckte Potenziale und künftige Chancen zu beschreiben.

Genau hier fängt aber die Verkaufsbegleitung an. Gemeinsam mit dem Unternehmer werden repräsentative Kennzahlen für das jeweilige Geschäft, passend zum individuellen Unternehmen herausgearbeitet. Das Risikomanagement der Geschäftsführung ist in der Regel nicht so dokumentiert, dass es für einen unbeteiligten Dritten nachvollziehbar ist. Risikoabschläge und fehlende Ergebniskorrekturen sind die Folge. Diese schlagen sich direkt in der Unternehmensbewertung nieder.

Das operative Geschäft, realer Besitz des Unternehmens, die Marke und an-entwickelte Projekte fließen in den Unternehmenswert ein. Der am Markt erzielbare Kaufpreis muss nicht identisch sein.

Guthaben und Schulden werden dem Unternehmenswert hinzugezählt oder abgezogen. Oftmals sind Verbindlichkeiten, beispielsweise aus Pensionsrückstellungen, oder der Wert von Verwertungsrechten nicht eindeutig bestimmbar. Letztlich ist der Kaufpreis die Summe, die ein Käufer bereit ist zu zahlen.

Erfolgt die Nachfolge innerhalb der Familie, ist der Betrag meist niedriger als wenn ein Wettbewerber einen strategischen Zukauf erwägt. Gerade Produktionsfirmen gehen oftmals in Unternehmensgruppen auf, die eine win-win-Situation für beide Seiten in Aussicht stellen. Investitionskraft wird gegen Flexibilität und Selbstbestimmung eingetauscht – oftmals zu Lasten der Alteigentümer.

International Film Partners begleitet den Unternehmer von der Verkaufsplanung, über die Käufersuche bis zur erfolgreichen Integration der neuen Eigentümer und Geschäftsführer.

Internutzung in Deutschland verursacht so viel CO2 wie der Flugverkehr. Energieforscher vom Borderstep-Institut für Innovation und Nachhaltigkeit in Berlin rechnen vor, dass das Internet – die heilige Kuh – einer der größten Klimaschädlinge ist. Der Nutzungsärmste Tag ist laut boniversum dabei der Dienstag.

Nachhaltigkeit ist ein wichtiges Ziel, nicht nur für die jungen Menschen, die freitags auf der Straße für ihre Zukunft demonstrieren. Die Wahrheit ist aber, wie so oft, dass es keine einfachen Antworten gibt. Im Netz kursieren Zahlen über den angeblichen Anteil Deutschlands am weltweiten CO2-Ausstoß, die unsere Verantwortung faktisch negieren. Massentierhaltung, gnadenlose Verschwendung von Rohstoffen, grenzloser Konsum und die Vermeidung jedweder Verantwortung sind jedoch sicherlich keine Indizien für den vorbildlichen Erhalt der Schöpfung.

Politik soll und kann unterstützen, Presse muss sensibilisieren, aber anfangen muss jeder bei sich selbst. Was genau der Einzelne tun kann, ist manchmal nicht ganz so offensichtlich, wie es auf den ersten Blick scheint. PS-starke Boliden und Geländewagen im Stadtverkehr sind selbstredend schlechter als öffentlicher Personennahverkehr, egal mit welchem Antrieb. Überlegt und zurückhaltend mit Ressourcen jeder Art umzugehen, kann dabei nicht schaden.

Ralph Hintermann ist Energieforscher am Borderstep-Institut und beschäftigt sich mit den Auswirkungen von IT auf den CO2-Haushalt. Dabei publiziert er auch über den Einfluss der Internetnutzung auf Emissionen. Was zunächst absurd klingt, ist einfach zu erklären. Auch das digitale Netz basiert auf realer Technik. Rechenzentren, die letztlich die Daten für das Netz zur Verfügung stellen, verbrauchen Strom und müssen mit Energie gekühlt werden. Die Rechenzentren in Frankfurt am Main beispielsweise verbrauchen mehr Energie als der Frankfurter Flughafen.

Laut Hintermann verursacht die Internetnutzung in Deutschland mehr CO2 als der Flugverkehr hierzulande.

Ein CO2-Treiber ist dabei insbesondere Online-Shopping. Die dort bestellten Waren werden über viele kleine Lieferanten in die Innenstädte oder ins Hinterland transportiert, statt mit energieeffizienter Logistik in Ladengeschäfte. Die kommunale Verwaltung setzt dabei auf zentrale, nur mit dem Auto erreichbare Einkaufsmeilen in Industriegebieten und erschwert gleichzeitig die Erreichbarkeit des Einzelhandels in den Innenstädten. Familien und Rentner sind gezwungen, ihre Einkäufe online oder mit dem Auto zu erledigen. Sozialversicherungspflichtige Beschäftigungen werden durch Logistik-Subunternehmer ersetzt. Eine fatale Entwicklung für unsere Gesellschaft. Bei der Rücksendung von Artikeln werden diese oftmals vernichtet.

In der Produktion gibt es viele Ansätze, auf Nachhaltigkeit zu achten. Diverse regionale Förderungen bieten Unterstützung, Leitfäden und Tipps. Crew-United ist eine Online-Plattform, die bewusst und nachhaltig agiert. Digitale Informations- oder Distributionsdienste schützen ebenfalls die Umwelt. Wichtig bleibt auch hier das richtige Augenmaß: Nutzung im Übermaß verursacht unnötige Schäden für die Umwelt, denn das Internet ist eben nicht CO2-neutral.

Die Auswirkungen des Produktionsbooms, die Folgen neuer Regulierungen, neue Trends und bekannte Herausforderungen – das waren die Themen, die uns dieses Jahr beschäftigt haben. Was aber bleibt von diesem Jahr im Gedächtnis?

Nach der Übernahme der Telepool durch amerikanische Investoren war die Entstehung des „neuen deutschen Studios“ LEONINE eines der besonderen Ereignisse. Durch die Übernahme der Tele-München-Gruppe und weiterer großer Player unter der Führung von Fred Kogel wurde der Standort München gestärkt.

Mit der Bavaria Film wurde auch dieses Jahr ein 100. Geburtstag gefeiert. In den USA hat der 96-jährige Disney-Konzern mit der Übernahme von 20th Century Fox einen Marktwert von ca. 238 Mrd. USD (Quelle: Forbes 2000). Disney Plus wird im März auch in Deutschland starten und das Angebot der Streamingdienste hierzulande bereichern. Produzenten orientieren sich jetzt an Begriffen wie „local für local“ oder „local für global“.

Für den Mittelstand ist die Transformation in die digitale Welt eine große Herausforderung. Die Verhängung der ersten Bußgelder bei Datenschutzverstößen war zwar zu erwarten, die unerbittliche Höhe schockiert dennoch. Risiken durch die Neuauslegung von Steuerrecht bei Koproduktionsgemeinschaften und Betriebsstätten, die Neubewertung kurzfristig Beschäftigter, sogenannter „Unständig Beschäftigter“ und die Anforderung an industrielle Compliance Management Systeme mittelständischer Produzenten waren Schwerpunkte, die auf den diesjährigen Seminaren der Forum Media behandelt wurden. Seit diesem Jahr werden weitere Themen auch als E-Learning-Angebote unter www.medienweiterbildung.de unter die Lupe genommen.

Mit den Fachkonferenzen „Talent Summit“ beim Filmfest München und „Forum Media Conference“ sowie dem „Münchner Forum der Filmwirtschaft“ wurde auch Themen eine Bühne geboten, die sonst seltener im Fokus stehen, aber für ProduzentInnen von entscheidender Bedeutung sind.

Das kollegiale Gespräch ist durch nichts zu ersetzen. Die Netzwerkveranstaltungen von International Film Partners erfreuten sich deshalb auch dieses Jahr großer Beliebtheit. Neben den Events bei Festivals und Filmmärkten war besonders die Delegationsreise nach Los Angeles ein Highlight.

Die Beratungsleistungen von International Film Partners für Corporate Finance, Unternehmensverkauf, Business Development und Risk Mitigation konnten durch das XPERTS network erweitert werden und werden über das Joint Venture IFP Arena Pictures durch Spezialdienstleistungen sinnvoll ergänzt.

Auch dieses Jahr unterstützen wir wieder die Sternstunden-Aktion des Bayerischen Rundfunks. Damit bedanken wir uns ganz herzlich für die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit unseren Solution Partnern, den Forum Media Club Mitgliedern, unseren ReferentInnen und PanelistInnen.

Wir wünschen Ihnen und Euch eine besinnliche Zeit und einen guten Start ins neue Jahr.

Die Studios in London sind für die nächsten fünf Jahre ausgebucht. Studioanbieter in Ungarn nehmen derzeit gar keine Buchungen mehr an. Der Produktionsboom für Serien verschlingt Ressourcen in gigantischen Ausmaßen. Besonders Länder mit automatischen Förderungen für Premium-TV-Produktionen sind begehrte Ziele. Vom Boom profitieren aber längst nicht alle.

Wer muss auf jede Frage eine Antwort haben und jeden Tag dutzende Entscheidungen treffen? Es gibt Regiepreise und Produzentenpreise, aber wenn das Projekt über Budget geht, ist die Produktionsleitung verantwortlich. Ihre Arbeit entscheidet, ob im Zweifel der Geschäftsführer ins Gefängnis muss oder die Firma eine hohe Strafe zahlt. Doch woher kommt das Wissen, von dem diese Entscheidungen bestimmt werden?

 

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