In England wirbt Burger King für den Wettbewerber McDonalds, um auf die Ausnahmesituation für die Gastronomie in der Pandemie aufmerksam zu machen. Solidarität wird von vielen gelebt, egal wie ihre Meinung zu Corona und den politischen Gegenmaßnahmen ist. Verzicht auf Gewohntes und Geschätztes prägt auch den Herbst. Am vergangenen Wochenende ist der diesjährige AFM – der American Film Market – zu Ende gegangen. Trotz des digitalen Formats waren die Konferenzen und Netzwerkveranstaltungen gut besucht. Die Frage ist und war: Was können wir gemeinsam erreichen?

Der Nachhall der Präsidentschaftswahlen in den Vereinigten Staaten war bereits am Verstummen, auf dem größten Lizenzmarkt der Welt. Verschiedene Länder präsentierten sich wie üblich als möglicher Produktionsstandort für amerikanische Großproduktionen. Fördermöglichkeiten spielten dabei allerdings nur noch eine untergeordnete Rolle. Stattdessen standen die Frage nach der Umsetzung von Produktionen unter Einfluss der Covid-19-Maßnahmen in den verschiedenen Territorien und die substanziellen Veränderungen in der amerikanischen Entertainmentindustrie im Fokus.

Deutschland wurde auf dem AFM auch dieses Jahr mit der GO GERMANY präsentiert. Im internationalen Vergleich fand das deutsche Krisenmanagement allgemeinen Respekt. Der Standort Deutschland ist wieder auf Augenhöhe mit Ländern wie Großbritannien, Ungarn oder Tschechien.

Die globalen Trends beeinflussen den Alltag von Produzent/innen auch in Deutschland. Die, von der Pandemie gebeutelten, Kinos gelten weltweit als wichtigste Monetarisierungsquelle für Premium- und Arthouse-Content. Gerade in Europa ebnen sie den Weg zu Fördertöpfen. Streamingdienste unterstützen die Nachfrage nach Content, auch wenn die ökonomische Mechanik dort anders funktioniert. Beim nahenden Forum der Filmwirtschaft werden im Januar die Themen des AFM und ihr Einfluss auf Deutschland diskutiert werden.

Der Bedarf an einer stetig steigenden Internationalisierung oder an innovativen digitalen Konzepten wurde in diesem außergewöhnlichen Jahr vielfältig diskutiert. Das Forum der Filmwirtschaft wird sich auch mit technischen Möglichkeiten, Trends und der Perspektive im neuen Jahr beschäftigen. Live aus dem Münchener Mathäser Filmpalast präsentiert Prof. Dr. Klaus Schaefer verschiedene Fachredner und interessante Diskussionspanels. Tickets für diese rein digitale Veranstaltung werden in wenigen Tagen erhältlich sein. Eine gute Möglichkeit, um die eigenen Mitarbeiter fortzubilden und gleichzeitig zu incentivieren.

Auch bei der Online-Lernplattform medienweiterbildung.de können Arbeitgeber Voucher für ihre Mitarbeiter erwerben. Besondere Weihnachtspakete zu Sonderkonditionen bieten unterschiedliche Weiterbildungen als digitale Schulungen speziell für produktionsnahe Beschäftigte. Einige Produktionen wählen Qualifizierung nun auch als Alternative zu den momentan eher kritisch zu betrachtenden Abschlussfesten.

Im Winter muss es jetzt um den Erhalt der Kinos, der Kinoproduktionen und der damit verbundenen Wertschöpfungsketten mit abertausenden Arbeitsplätzen gehen. Politik, Filmschaffende und die führenden Unternehmen müssen gemeinsam für den Erhalt der Vielfalt öffentlich wahrnehmbar eintreten.

Foto: Sonnenuntergang am Santa Monica Beach zum AFM 2019 © International Film Partners    

 

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