Der DFB hat einen neuen Trainer oder Neudeutsch einen „Coach“. Deswegen hat der FC Bayern auch einen neuen und der RB Leipzig auch. Der Trainer schießt keine Tore und dennoch ist die Perspektive von der Seitenlinie offenbar wertvoll. „Die Performance der Mannschaft liegt (…) über der Summe der Qualität der Einzelspieler“, sagt Robert Lewandowski über seinen neuen Trainer. Sucht man bei Xing nach einem Coach, finden sich 170.000 Personen. Braucht eigentlich jeder einen Coach und warum hat nicht jeder einen?

Auch persönliche Lebenserfahrungen und daraus resultierende Lösungen helfen in der Bewältigung ungewöhnlicher Situationen. Unter der Überschrift „Sie sind verhaftet!“ schildert beispielsweise der Steuerberater Ralph Böttcher seine höchstpersönlichen Erfahrungen mit Staatsanwaltschaft und Polizei. Völlig unerwartet und ohne das Bewusstsein etwaigen Fehlverhaltens stand er auf einmal im Rampenlicht, wegen Subventionsbetrug – unschuldig: nach jahrelangen Ermittlungen und Verhandlungen. Sein Tipp ist eine umfangreich greifende Strafrechtschutzversicherung. Gerade in Zeiten vielfältiger Förderprogramme und gerade beim Film ein omnipräsentes Thema.

Potenziale entwickeln zu können, heißt Stärken und Schwächen zu erkennen. Einen guten Coach zeichnet aus, dass er oder sie eine individuelle Strategie anwenden kann. Sollte man Stärken weiter ausbauen oder an seinen Schwächen arbeiten? Warum weiß überhaupt jemand, der einen schlechter kennt als man selbst, was gut für einen sein soll? Und auf das Berufsleben übertragen: Warum sollte jemand fremdes für meine Firma oder meine aktuelle Aufgabe bessere Ideen haben als ich selbst?


Genauso könnte man auch fragen, warum ein sehr erfolgreicher Sportler einen Coach braucht. Wenn er eigentlich schneller rennen oder besser treffen kann, warum macht er es dann nicht einfach, statt sich von anderen kluge Ratschläge geben zu lassen? Die Antwort ist einfach: Von außen sieht man manches anders und oftmals klarer. Probleme sind häufig die Folge einer Verkettung von Umständen. Bedenkenträger haben noch den letzten gescheiterten Versuch vor Augen. Das zeichnet Trainer, Coaches und Unternehmensberater aus. Sie analysieren Herausforderungen aus einer anderen Perspektive und sind in der Lage aus verschiedenen „Werkzeugen“ das jeweils passende aus der Kiste zu ziehen.


Begleiter zu sein, bei besonderen Herausforderungen, hat einen operativen Mehrwert. Statt über Lernkurven und Fehlversuche an Erkenntnis zu gelangen, kürzt der Begleiter ab. Am wirksamsten ist diese Symbiose bei möglichst komplementären Charakteren und Eigenschaften. Ein weiblicher Coach oder Begleiter kann einem männlichen Klienten neue Perspektiven eröffnen. Risikoaffinität, Strategiekonzepte und Kommunikations-Skills bieten zusätzlich zu Fachwissen eine Erweiterung der Handlungsoptionen.


Einen Schritt schneller zu sein als der Kunde ist meistens ausreichend. Mehr Vorsprung schadet sicher auch nicht. Tipps vom Begleiter können die Covid-Produktionsausfall-Absicherung, die Straf-Rechtsschutz mit dolus eventualis oder einfach der Kaugummi mit Corona-Schutz sein.

Foto © Xperts Network

 

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